Wir wollten die berühmte Pyramide in Chichén Itzá sehen und eine Cenote erleben.
Am besten auf eigene Faust ohne einen Ausflug zu buchen. Also organisierten wir uns für den kommenden Tag ein Mietauto.
Um 6:30 ging es los um den Touristenansturm zu entgehen, was auch gut geklappt hat bei der Cenote.
Cenotes sind große Kalksteinhöhlen, die eigentlich unterirdisch liegen. Durch den Einsturz der Höhlendecke entsteht oberhalb eine Öffnung. Die Maya betrachteten Cenotes als Eingang zu Unterwelt und nutzten diese oft als Opferungsstätten. Das Wasser mit dem die Löcher gefüllt sind, ist übrigens Süßwasser.

Außer uns war noch eine Familie so früh da. Es hatte sich also gelohnt so zeitig aufzustehen 😀
Wir tasteten uns langsam an der Leiter hinunter ins Wasser, weil es echt super kalt war.
Wir schwammen ein paar Runden und entdeckten dabei, dass Guppys und Welse in der Cenote leben. Zwischen den Wurzeln flogen außerdem bunte Vögel herum.
Als es zu kalt wurde, gingen wir raus um, noch ein bisschen die Atmosphäre und den Anblick zu genießen. Es hatte etwas Mystisches, wenn man die Hintergründe und die Geschichte der Cenotes im Kopf hatte.
An der Seite führte eine Treppe hoch, die einen auf ca. 5-6 Meter brachte. Wir standen eine Weile da oben und Kim fragte mich plötzlich, ob ich die Energie spüren würde?
Ich erwiderte, dass ich nichts spüre und wir schauten weiter in die Kulisse. Nachdem ich mich in Gedanken und dem Anblick verloren hatte und quasi wieder „zu mir kam“ merkte ich, dass mir leicht schummrig war, als ob ich in eine Art Trance geraten wäre. Ich sagte zu Kim, dass ich jetzt lieber gehen will, weil es mir dann doch zu komisch wurde. 😨
Ich hatte keine Lust als nächstes Opfer der Maya da unten im Wasser zu landen und man möchte sie ja schließlich nicht herausfordern.


Wir fuhren weiter zu unserem zweiten Ziel. Dort angekommen, waren die Massen bereits auf ihrer Reise zu den Ticketkassen. Wir stellten uns artig an und wurden unser Geld los 😀
Das Gelände ist sehr weitläufig und so brauchten wir einige Minuten, bis wir die Pyramide erspähten. Sie war gigantisch und flößte einem Ehrfurcht ein, was vielleicht auch wieder daher rührte, was die Maya alles so für Opferrituale innerhalb des Volkes durchführten.

Ein lustiger Fakt ist, dass wenn man vor den Stufen der Pyramide steht und laut genug klatscht, ein Geräusch von den Treppen zurückschallt, das sehr schwierig zu beschreiben ist. Es klingt auf jeden Fall cybermäßig. Ich mache es euch vor, wenn ich wieder da bin 😆
So standen die Tourigruppen alle wie die Deppen vor der Pyramide und haben kollektiv in die Hände geklatscht. Sah geil aus.
Wir schauten uns noch den hinteren Teil des Geländes an und gerieten ins Staunen, weil wir auf einmal dachten wir wären in Kambodscha in Angkor Wat. Es war unglaublich wie ähnlich sich die Stätten sahen, nicht nur was die Natur betrifft, sondern auch die Bauwerke.

Auf dem Weg zurück bewunderten wir noch einmal die Pyramide, die uns sehr beeindruckt hatte. Mir gefiel sie besonders gut und ich konnte mich kaum sattsehen.
An diesem Tag fuhren wir außerdem noch zum Strand, der aktuell von einer Algenplage betroffen ist. Es stank höllisch und die Berge von Algen türmten sich direkt am Wasser und weiter hinten am Strand.
Wir wollten eigentlich noch zu den Mayaruinen, die sich dort befinden. Leider war das Wetter dann nicht mehr so schön und die Ruinen weit weg.


Auf dem Weg nach Hause hat uns das Navi dann fehlgeleitet und wir kamen an eine Art Kontroll- und Mautpunkt und standen auf der Seite, die wieder zurück zu den Ruinen führte. Wir versuchten es der Frau irgendwie zu erklären. Hinter uns stand ein großer LKW und weitere Autos. „Na toll“ dachten wir uns, jetzt müssen wir zahlen und fahren auch noch in die falsche Richtung.
Wer meinen vorigen Eintrag gelesen hat, der weiß ja bereits wie nett die Mexikaner sind.
Die Frau aus dem Häuschen verschwand kurz und als sie wiederkam deutete sie uns, dass wir zurücksetzen sollten. Der LKW machte platz und wir fuhren rückwärts wieder aus der Spur.
Ein weiterer Mitarbeiter von der anderen Seite, auf die wir eigentlich mussten tauchte auf und winkte uns heran. Wir fuhren querfeldein über die Straße und der Mann räumte die Blockaden für uns aus dem Weg. Wir bezahlten noch schnell und fädelten uns in den kommenden Verkehr der richtigen Seite ein.
Ich sagte doch die Mexikaner sind ein nettes Volk 😀



















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