Vom verregneten Bali flogen wir auf die Insel Java, um die Stadt Yogjakarta zu erleben.
Sie ist u.a. der Ausgangspunkt für einen Besuch des Borobodur Tempels, dem größten buddhistischen Tempel, den es gibt. 🛕
Yogjakarta gilt als junge Studentenstadt mit entsprechenden Künstlervierteln, Cafés und kleinen Shoppingmöglichkeiten.
Kurzer Spoiler -> Wir haben nicht wirklich etwas davon gesehen, denn es hat „überraschenderweise“ viel und oft geregnet.😐
Unsere Unterkunft sah auf den Bildern auf jeden Fall besser in Schuss aus, als es tatsächlich der Fall war.
Die kleine Villa hatte einen privaten Pool, mit freier Sicht auf ein Reisfeld, was wirklich mega schön war.
Von hier konnte man wunderschöne Sonnenuntergänge sehen, wenn es mal nicht regnete.


Das Badezimmer der Unterkunft war leider total feucht und roch modrig.
Was aber noch viel ekliger war, das Wasser aus der Dusche und dem Waschbecken roch nach fauligen Eiern. 😐
Es war wirklich grenzwertig sich dieses stinkende Wasser über Körper und Haare laufen zu lassen und das „duschen“ zu nennen.
Gut fühlten wir uns danach nicht und sauber schon gar nicht.
In Indonesien sind nur wenige Haushalte an das Wassersystem angeschlossen.
Das Wasser unserer Unterkunft lagerte in riesigen Plastiktanks in der prallen Sonne, wo es aufgrund der Hitze zu Bakterien- und Schwefelbildung kommt.
Mal abgesehen vom Geruch, auch gesundheitlich mehr als fragwürdig. 😬
An einem unserer Tage machten wir direkt morgens, als die Sonne schien, Nägel mit Köpfen.
Wir waren schließlich hier, um den Borobodur Tempel zu sehen.
Bewaffnet mit Regenschirm, brachen wir mit einem Uber auf.
Der Weg dauerte um die 1,5h und die Fahrt kostete 12€. 🤭
Der Eintritt ist für indonesische Verhältnisse wirklich sehr teuer.
Wenn man den Tempel nicht nur von außen besichtigen, sondern auch besteigen möchte, zahlt man 28€ p.P.

Das Besondere hier ist, dass man nach dem Eingang von Mitarbeitern nach seiner Schuhgröße gefragt wird.
Ich sah ein großes Regal, in dem Schuhe lagerten und war innerlich schon völlig entsetzt, dass es wahrscheinlich gerade darauf hinausläuft, dass die einem getragene Schuhe andrehen wollen. 😳
Es wurde schnell klar, dass das keine freiwillige Aktion darstellte.
Wenn man weiter wollte, musste man die Schuhe anziehen. 😂
Um den Tempel zu schützen, bekamen alle Besucher Schuhe aus Bananenblättern. Dazu gab es noch einen Beutel, in den man seine eigenen Schuhe stecken konnte und eine Flasche Wasser.
Die Schuhe kann man danach wieder abgeben, oder als Souvenir behalten.

Das Besteigen des Tempels ist streng limitiert. Es dürfen pro Tag nur 1000 Besucher für eine limitierte Zeit auf den Tempel.
Um das sicherzustellen, kann man auch nur mit einem Guide hoch, was wir im Vorfeld auch nicht wussten.
Zunächst waren wir nicht sonderlich begeistert davon, da wir geführte Touren nämlich nicht so gerne mögen.
Im Nachhinein, hat es uns an der Stelle aber doch ziemlich gut gefallen.😍
Der junge Guide war super sympathisch und gestaltete es locker.
So erfuhren wir wirklich interessantes Insiderwissen, das man ja sonst gar nicht bekommen hätte.

Der Borobodur Tempel ist wie eine Stufenpyramide aufgebaut und sieht von oben betrachtet wie ein Mandala aus.
Man fängt unten an und arbeitet sich in den Ebenen hoch, die hierbei tatsächlich nicht nur baulich, sondern auch spirituell gesehen, Ebenen darstellen.
Je höher man steigt, umso reiner wird der Geist.
Die oberste Ebene stellt das Nirwana, die Erleuchtung dar.
Man stoppte auf jeder Ebene, um vom Guide die Einzelheiten zu erfahren, was eine sehr spannende Reise war.
Die Geschichte jeder Ebene, wird symbolisch in den Reliefen der Wände dargestellt.
Das z.B. , hätte man ohne Guide niemals verstanden. 😁

Oben angekommen, durfte man sich dann 30 Minuten frei im Nirwana bewegen.
Ich persönlich fand diese Zeit viel zu kurz!
Es war schade, so schnell wieder runter zu müssen, aber es ist ja alles für den Erhalt und Schutz des Tempels. 😌



Als wir die oberste Plattform erkundeten, sorgten wir für etwas Aufsehen, unter ein paar Einheimischen.
Ein Mann kam auf Kim zu, schüttelte ihm wie verrückt die Hand und wollte wissen, wie er heißt, woher er kommt und stellte sich ebenfalls vor.
Kurz darauf kamen zwei indonesische junge Frauen auf uns zu und fragten mutig, aber auch gleichzeitig mit etwas Scham, ob sie Fotos mit uns machen dürfen.
Wir stimmten zu und posierten lachend mit den völlig fremden Girls vor der Tempelkulisse. 😂
Kurze Zeit später, sahen wir noch ein Mal den Mann, der wieder sehr begeistert von Kim war, ihm noch mal die Hand schüttelte und fröhlich „Hello Mr. Kim!“ rief. 😂
Wir hatten Glück mit dem Wetter und waren dennoch froh, den Regenschirm dabei gehabt zu haben. Den nutzten wir nämlich als Sonnenschirm.
Die Sonne knallte trotz Bewölkung so gnadenlos auf einen herab, dass viele der Besucher, die keinen Schirm dabei hatten, sich gegen Gebühr einen auf dem Gelände liehen. 🔥☀️
Dementsprechend waren wir hungrig, nachdem wir bei starker Hitze mal eben den Weg ins Nirwana beschritten hatten. ✨💖
Zu Fuß machten wir uns auf den Weg und suchten uns am Straßenrand eine Art erweiterten Essensstand aus.
An sich war es nämlich nur ein Stand, aber die Frau hatte einen kleinen Tisch und zwei Bänke aufgestellt, so dass man sich auch setzen konnte und das wollten wir in dem Moment sehr dringend. 😂
Wir aßen, wie immer in Indonesien, extrem günstig eine Nudelsuppe mit Gemüse und Chicken.
Danke an die Besitzerin.😁

Wo ich gerade schon mal bei dem Thema Essen in Indonesien bin.. 😍
Ich habe extra einige Sachen festgehalten, um einen Eindruck für die Preise und das Essen zu bekommen.
In Restaurants und an den Straßenständen gibt es wirklich super leckeres und wie gesagt, so günstiges Essen.
Oft kann man sogar sehen, wie es direkt vor einem frisch zubereitet wird, weil die Küchen offen / einsehbar sind.

In Indonesien gibt es kein 7/11, sondern Circle K oder Indomaret.
Die sind insgesamt nicht annähernd so gut ausgestattet, aber man findet schon irgendwie, was man braucht. 😁
In diesen Minimärkten kann man sich auch Essen zubereiten lassen. Hier darf man ebenfalls wieder zuschauen, wie sie dann alles frisch zubereiten.
Ich habe ein paar Beispiele, auf denen man die Preise für ganze Meal Combos sehen kann. Im Schnitt kostet Essen zusammen mit einer großen 390ml Cola 1,25€. 😂😂😂

Weil es häufig geregnet hat und es dann schnell gehen musste, holten wir uns in besagten Minimärkten öfter Burritos, oder Wraps und waren sehr zufrieden damit.
Die Preise bedeuten hier wirklich keine Einbußen bei Qualität, Geschmack und Co.
Man wird satt und bekommt es sogar noch hochwertig verpackt.
Ein einzelner Wrap, wie im Bild kostet 80 Cent.
All in one wirklich eine mega gute experience! 🥹

Wir waren 5 volle Tage in Yogjakarta und viel mehr ist tatsächlich aufgrund des Regens nicht passiert.
Wir haben in der Zeit eine Folge Dschungel Camp nach der nächsten geguckt und teilweise bis nachmittags, die Zeit im Bett verbracht.
Manchmal wollten wir gerade los, z.B. zum Nachtmarkt und dann fing es an zu regnen. 🥲
Zu alle dem schliefen wir auch noch sehr schlecht in der Unterkunft.
Nachdem wir auf Bali zuvor Schlafprobleme wegen Baulärm hatten, zog sich das hier weiter. Zur Abwechslung aber mal aus anderen Gründen. 😴😴
In unmittelbarer Nähe befanden sich mehrere Moscheen, die 5 Mal am Tag über die Lautsprecher den Gebetsruf ertönen ließen.
Erstmal nichts weiter, was uns stören würde.
Das Problem war hier nur, dass die Lautstärke viel zu überdreht war und deshalb obendrein der Ton noch völlig übersteuert herauskam.
Anstatt wie gewohnt von einer einzigen Moschee, dröhnte es jedes Mal asynchron von allen Moscheen im Umkreis gleichzeitig.
Ich stand jede Nacht im Bett, wenn das losging. 😵💫
Außerdem kamen die Gebetsrufe zumindest nachts, zu komischen Zeiten.
Um 3 Uhr morgens wäre normalerweise in Indonesien zu dieser Jahreszeit keine Gebetszeit gewesen, dennoch schepperten alle Moscheen jede Nacht um 3 Uhr los, nur um dann um 5 Uhr wieder los zu legen.
Normalweise dauert so ein Gebetsruf wenige Minuten.
Eines nachts ertönte jedoch von 3-5 Uhr eine durchgängige, asynchrone Dauerbeschallung aus allen Richtungen.
Ich weiß nicht, was die sich dabei gedacht haben. 🥴
Ob sie vielleicht extra für mich eine Sonderedition eingebaut hatten?! .
Ich dachte echt, ich bin im falschen Film. 😂
Ab 5:30 Uhr ging dann die Sonne genau vor unseren zwei nicht abgedunkelten Glastüren auf, so dass man sich sehr bald darauf fühlte, als würde man im Bett von einem Flutstrahler angeleuchtet werden.
Richtige Schlafhölle. 😈
Dementsprechend waren wir nicht traurig, als es weiterging, wenngleich wir bereits ahnten, was uns am nächsten indonesischen Ziel blühen würde. 🌧️☔


















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