Der Regen in Sydney hatte sich immer mehr gesteigert und es sollte in den kommenden Tagen nur noch in Strömen schütten.
Wir beschlossen daher, Sydney früher zu verlassen.
Eigentlich wären wir gerne noch mindestens einen Tag geblieben.
So fuhren wir in die knapp 400 Kilometer entfernte Stadt Port Macquarie, obwohl auch so viel weiter nördlich kein besseres Wetter zu erwarten war, aber irgendwo mussten wir ja hin. 😂
Es regnete die ganze Fahrt über so heftig und in Australien darf man maximal 110 km/h fahren, was bedeutet, dass man eh schon für alle Strecken Ewigkeiten braucht, dann noch der Regen, noch langsamerer Verkehr und super schlechte Sicht. Die Fahrt war ein Albtraum. 😬
Die Scheibenwischer kamen nicht hinterher und das war die Sicht auf der Autobahn.


Als wir Pause machten, hielten wir auf einem Parkplatz, der schon circa 8 cm unter Wasser stand und wir dachten uns noch – Joa ist halt Autralien, wird normal sein hier.
Dennoch sollte es ein guter Zeitpunkt gewesen sein, um Sydney hinter sich zu lassen, denn kurz darauf wurde Sydney durch die heftigen Regenfälle so stark überschwemmt, dass es Evakuierungen und großflächige Stromausfälle gegeben hat.
Außerdem ereigneten sich auch noch zwei Amokläufe mit Messern, bei denen auch Menschen getötet wurden. 😳
Ganz schön krass, hätten wir von Sydney nicht gedacht..
Nun gut, wir waren froh, woanders angekommen zu sein.
Als wir ankamen regnete es mal kurz nicht, dafür stürmte es nachts so laut, dass wir erstmal eine Weile aufgrund der ungewohnten Geräuschkulisse wach waren.
Am folgenden Tag sollte es erst abends regnen und wir waren total aufgeregt endlich mal wieder gutes Wetter zu haben und wollten den Tag nutzen.
Es ging in das örtliche Koala Krankenhaus. 🐨
Eigentlich wollten wir hinlaufen, mussten dann aber feststellen, dass es einfach keine Bürgersteige gab. 🤔
Wir achteten dann noch mal während der Fahrt darauf, aber es gab nur abschnittsweise welche, z.B. vor Restaurants oder Supermärkten.

Die Koalas kommen wegen unterschiedlichen Sachen hier her.
Oftmals sind es Verletzungen durch Buschbrände, Verwicklung in Verkehrsunfälle oder auch Hundeangriffe.
Manche werden aber auch gerettet, weil sie keinen Lebensraum finden.
In Australien findet man überall auf den Straßen Verkehrsschilder, auf denen die Notrufnummer für Tiere steht.
Über diese soll man verletzte / verunfallte Wildtiere melden, meistens Kängurus, Koalas und Co. , sie gilt aber für sämtliche Tiere, wie auch Vögel, Nagetiere usw.
Die Nummer ist wie ein normaler Notruf 24 Stunden jederzeit erreichbar.
Das Koala Hospital war so aufgebaut, dass es erstmal eine kleine Ausstellung mit Fakten und Grundinformationen gab.
Koalas gehören unter einigen anderen zu den Tieren, die es ausschließlich in Australien gibt. 🤩
Zu meiner Enttäuschung mögen Koalas den Umgang mit Menschen nicht. 😦
Damit sind direkte Berührungen, auf den Arm nehmen usw. gemeint.
Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, dass man die Koalas da jetzt begrapschen darf, aber ich hätte mich zumindest gefreut, wenn sie Menschen mögen würden. 🥲
Das Krankenhaus informierte in dem Zuge darüber, dass die Koalas nur für die absolut notwendigen Maßnahmen berührt, hochgehoben, transportiert usw. werden.

Danach ging es in den Außenbereich, in dem die Koalas ihre „Krankenzimmer“ haben.
Jeder hat ein einzelnes Gehege.
Koalas, denen es nicht mehr so schlecht geht, sind auch zu mehreren zusammen.


Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Koalas SO SÜß sind!! 🥹🥹
Ich war völlig begeistert und konnte mich kaum satt sehen. 😍
Vor den Gehegen hängt immer ein Ausdruck, wie der Koala heißt, was ihm zugestoßen ist und welche Behandlung er bekommen hat.
Sind die Tiere rehabilitiert, werden sie wieder freigelassen.
Der Eintritt war hier sogar kostenlos. 😁 (Was wir noch oft erleben sollten in Australien).
Am kommenden Tag wollten wir den Strand entdecken und den Costal Walk machen.


Die Charakteristik der australischen Strände zeigt sich definitiv in teilweise unendlichen Weiten und oftmals auch in Leere bzw. in geringen Besucherzahlen.
Da dieses Land zum Großteil nur an der Küste besiedelt ist, gibt es quasi alle paar Meter einen Strand und es verteilt sich daher alles sehr gut.
Die Australier pflegen einen entspannt anmutenden Lebensstil.
Den Tag mit der Familie am Strand verbringen oder wandern gehen und am Nachmittag / Abend in ein Restaurant, Bar etc. gehen.
Auf dem Costal Walk trafen wir auch einige Tiere. Mit dem Wissen, dass wir uns in Australien befinden und potenziell alles, auf das du triffst gefährlich sein könnte, macht das Wandern hier ein anderes Gefühl. 😂
Am Anfang erschreckte ich mich noch bei jeder Bewegung, die ich aus dem Augenwinkel vernahm. 😂
Der Costal Walk war wieder voller fetter Spinnen über unseren Köpfen. (Auf Bilder verzichte ich dieses Mal netterweise.) 🫢



Das Wasser war übrigens arschkalt. Hat gerade mal so gereicht um mit den Füßen hereinzugehen. (23 Grad)

Der Strand war so endlos, dass ich plötzlich Lust bekam zu rennen und so veranstalteten Kim und ich ein paar Wettrennen und später trug Kim mich huckepack über den Strand und wir gackerten uns einen ab. 🤍
Wir waren nur einen vollen Tag in Port Macquarie. Wenn wir uns unsicher sind, buchen wir erstmal nur zwei Nächte, also Ankunftstag und den folgenden, als vollen Tag.
Den Tag darauf geht es dann schon wieder weiter.
Das erwies sich in dem Falle als gut, denn viel mehr gab es hier auch nicht.
Port Macquarie ist ein spießiger Ort, an dem jeder weiß, was der Nachbar macht und man nichts heimlich machen kann. (So wie fast ziemlich jede weitere Stadt, in der wir noch sein sollten.)
Einen Vorteil hat diese Spießigkeit jedoch, es ist alles ruhig, sauber und das Stadtbild ist geprägt von schönen Häusern, oftmals auch Villen, tropisch bepflanzten Vorgärten, einer perfekter als der Nächste. 😁
Es lebe das australische Spießbürgertum! 🤣


















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