Ich würde behaupten, dass unsere Reise bis zum jetzigen Zeitpunkt ziemlich glatt verlaufen ist. Ich weiß, es ist gefährlich sich auf so einem Trip in eine gewisse Erwartungshaltung zu begeben aber man tut es ja doch und so begann nun die ein oder andere Widrigkeit zuzuschlagen. 😅
Wie ihr ja wisst, haben wir nicht großartig vorgebucht, um flexibel zu bleiben und genau das forderte das Schicksal nun ein.
Unsere Zeit in Uvita war vorbei und nach einigen Überlegungen beschlossen wir, die Pazifikseite zu verlassen und an die Ostküste des Landes, zur Karibik zu fahren. Daraus wurde allerdings nichts, weil es keine Unterkünfte mehr gab. Bis auf zwei, war alles restlos ausgebucht. 😨
Wir planten also um und buchten vier Tage in La Fortuna. Hier wollten wir eigentlich erst zum Schluss hin und nun tauschten wir die Ziele einfach miteinander. Wir buchten dann übrigens sofort die nächste freie Unterkunft, die für uns auf der Karibikseite in Frage kam im Voraus.
La Fortuna liegt am Fuße des Vulkans Arenal, der nicht nur der aktivste Vulkan Costa Ricas, sondern auch einer der aktivsten Vulkane der Welt ist. Direkt beim Vulkan befindet sich auch der Arenalsee, rundum eine wunderschöne Landschaft mit vielen möglichen Aktivitäten. Ich wollte unbedingt hier her, weil ich finde, dass Vulkane etwas sehr Majestätisches haben, sie strahlen eine besondere Kraft aus und ich habe immer ein gewisses mystisches Feeling wenn ich einen sehe. 🌋😍
Man erkennt ihn leicht im Hintergrund auf dem Bild unserer neuen Unterkunft.

Ich erwähnte eingangs ja die Widrigkeiten und möchte auch gleich weitermachen. 😂 Ahnungslos, was uns erwarten würde, machten wir uns auf die 5,5 stündige Fahrt und gelangten irgendwann auf eine unbefestigte Straße, die immer steiler, steiniger und sandiger wurde.
Es folgte, was klar war. Wir blieben stecken, die Räder drehten durch und das, während wir uns in einer guten Steillage befanden. Kurze Stille im Auto, dann Lachen, dann wieder Panik.
Vielleicht können wir es ja doch da hoch schaffen?!
Kim löste also die Handbremse, gab vorsichtig Gas und es passierte, was passieren musste. Wir fingen an, rückwärts den Hang hinunter zu rutschen. In dem Moment begann ich mich innerlich von meinem Leben zu verabschieden. 😂
Kim versuchte alles um das Auto halbwegs unter Kontrolle zu halten und so rutschten wir also halb kontrolliert den Hang rückwärts hinunter, bis zur nächsten Wendemöglichkeit. Ich weiß nicht, ob ich Kim jemals konzentrierter gesehen habe, als in diesem Moment.
Als wir wieder richtig herum standen, hab ich noch schnell ein Foto gemacht, damit man mal sieht, wie hoch wir uns befanden. Der Teil der Straße sah allerdings schon wieder ziemlich gut im Gegensatz zu dem Stück aus, das wir nicht befahren konnten. Da war ich echt mit anderen Dingen beschäftigt, als Fotos machen. 😂

Übrigens empfehle ich euch ganz am Rande einen Allradantrieb ;D
Wir haben angeblich einen, woran ich aber nicht wirklich glaube nach der Aktion.
Nachdem wir uns eine neue Strecke nach La Fortuna rausgesucht haben, fing bald der Nebel des Grauens an es wurde kalt und man sah nichts mehr.

Autofahren kann ja so viel Spaß machen. 😁
Irgendwann kamen wir endlich am Ziel an und ihr dürft drei Mal raten was an so einem Tag nicht mehr fehlen darf? Na..?!
Richtiiig. Ein platter Reifen! Juhuuu.

Ein Glück hatten wir einen Ersatzreifen im Kofferraum und Kim konnte ihn direkt wechseln. Das Ironische an der Sache, nach all den spitzen, riesigen Steinen und unebenen Wegen über die wir gefahren und gerutscht sind, war ein ein eingefahrener Nagel Schuld an unserem platten Reifen. Das bedeutet für uns, dass wir in die drei Stunden entfernte Hauptstadt fahren müssen, weil wir ein neues Auto haben wollen. Wir erledigen das hoffentlich auf unserem Weg zur Karibik.
Im nächsten Eintrag wird es weitergehen mit unseren ich nenne es mal „besonderen Umständen“. Wir haben uns hoch hinaus und in einen wilden Fluss gewagt. 😃


















Hinterlasse einen Kommentar