Ich habe mir vorgenommen einen Eintrag über das Leben auf den Philippinen einschließlich des Essens zu schreiben.
Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es hier nicht selten drunter und drüber. Begonnen bei 7000 einzelnen Inseln, die in Gänze als Philipinen bezeichnet werden über die dicht besiedelste Stadt der Welt, Manila.
Dennoch konnten wir auf den vier (von 7000 😂) Inseln, die wir bereist haben, eine Art Struktur und System auffinden, das nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar ist.
Fangen wir bei dem Verkehr an.
Auf den Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt grundsätzlich das Motto „Da geht noch was!“.
Außer Ampeln werden Verkehrsregeln hier klein geschrieben.
Auf völlig verstopften Kreuzungen fährt jeder millimeterweise vor, bis man diese irgendwie überquert hat. Die Fahrzeuge fahren dabei manchmal nur haarscharf aneinander vorbei – ABER es funktioniert irgendwie und jeder kommt weiter.
Wir waren einige Male mit den Fern- und Nahverkerhsbussen unterwegs, die keinen Fahrplan aufweisen. Jedes Mal wenn wir einen brauchten, erwischten wir diesen direkt oder er kam nach wenigen Minuten.


Die Beförderung kostet umgerechnet irgendwas zwischen 0,17€ für Strecken durch die Stadt und 2,70€ für mehrere hundert Kilometer. Das Bezahlen läuft wieder im geordneten Chaos ab. Die meisten Leute bezahlen, wenn sie einsteigen. Da es oftmals bereits brechend voll ist und man hinten im Bus einsteigt, wird das Geld per Menschenkette durchgereicht, bis es den Fahrer erreicht, der dann wiederum das Wechselgeld nach hinten durchreichen lässt.
Wie die Fahrer da den Überblick behalten, bleibt wohl ein Geheimis. 😃
Bushaltestellen sind auch nur pro forma, denn man kann sich an jede beliebige Stelle am Straßenrand stellen, winken und der Bus hält an. Interessant dabei ist, dass die Passagiere dabei teilweise nur wenige Meter auseinanderstehen. Der Bus hält an, lädt die Menschen ein und fährt dann zwei Buslängen weiter zum nächsten Fahrgast.


Weg vom Thema Verkehr zu Essen und Sozialem.
Ein beliebter Treffpunkt ist der Supermarkt. Ob Hofpause oder Essen kaufen nach der Arbeit. Die Supermärkte sind sowohl drinnen als auch draußen mit Sitzplätzen ausgestattet, auf denen man gerne verweilt. Manchmal auch um sich die Nägel von der Freundin schneiden zu lassen, während eine Bank weiter gegessen wird.
Eventuell etwas fragwürdig in unseren Augen. Nicht so für die Einheimischen. Auf den Boden Spucken nachdem man ausgiebig alles vorher hochgezogen hat, Rülpsen und Pupsen in der Öffentlichkeit ist gesellschaftlich akzeptiert.
Dilara und ich liefen an einem sitzenden Mann vorbei, der genau als wir auf seiner Höhe waren den Po seitlich anhob und lautstark einen fahren lies. Nachdem wir kurz geschockt waren mussten wir einfach nur lachen. 😂
Wie sagt man doch so schön? Andere Länder…



Um mal ein konkretes Beispiel für Preis aufzuführen.
Der Einkauf links im Bild hat 2,20€ gekostet.
Dafür sind Philippinen übrigens nicht so günstig was Unterkünfte angeht, wie andere asiatische Länder. Was das Essen betrifft ist es sehr durchmischt. Entweder man bezahlt für super kleine Portionen viel Geld oder für riesige wenig.
Für einen wirklich kleinen Teller Nudeln im Restaurant zahlte ich 7€ und wurde nicht mal satt.
Ich musste mir ein zweites Nudelgericht bestellen um satt zu werden und das sollte nicht das letzte Mal bleiben.
Die Filipinos verstehen echt nichts von anständigen Portionen.
Als Beweis was hier als „LARGE portion“ interpretiert wird:

Wenn man nach einem Hauptgericht noch ein zweites bestellt, wird man übrigens ungläubig angeschaut und beim Servieren wird dann prüfend ins Gesicht geschaut, ob da ein Ausdruck von „Oh Gott das schaffe ich doch nicht“ auftaucht.
Nicht bei mir jedenfalls. 😂


Um noch mal ein Gegenbeispiel aufzuzeigen: 4 Mangos für 2€ und die Megaportion Nudeln für 1,70€.
Unser Fazit zum Thema Essen auf den Philippinen fällt eher negativ aus. Das Essen ist oft unheimlich fettig!! Wir haben viel mehr Frisches und Gemüse erwartet. Fehlanzeige.
Wenn wir mal Fleisch gegessen haben war es überkocht oder durch zu langes Braten sehr trocken. Nicht selten hatte das gesamte Essen keine gute Qualität.
Was man hier jedoch super essen kann ist Seafood. Das war stets super. 🙂

















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