Manila, Philippinen

Manila, Philippinen

Nach unser 30 stündigen Anreise sind wir nun endlich am vorübergehenden Ziel – der Hauptstadt. Manila liegt auf der Hauptinsel Luzon und gilt als die dicht besiedeldste Stadt der Welt.
Da unser ursprünglicher Plan zu den größten Reisterrassen im Norden Luzons zu fahren durch den unerwarteten 12 Stunden Aufenthalt durchkreuzt wurde, überlegten wir uns die Stadt einen Tag mehr als gedacht zu erkunden.
Wir suchten Ziele heraus und los ging es.

In Manila herrscht absolutes Verkehrschaos, alles was nur halbwegs aussieht als könnte man damit fahren, bewegt sich auf der Straße. Wir entschieden uns für die Metro, weil die Straßen völlig verstopft waren.

Ich möchte natürlich nicht behaupten, dass die Metro leer gewesen wäre aber Luft hat man noch bekommen. 😂
Wer aufmerksam hinsieht, dem fällt vielleicht auf, dass nur Frauen zu sehen sind. Das liegt daran, dass Geschlechter getrennt voneinander fahren.
Lediglich der Trainmarshal, der bei den Massen an Menschen auch nötig war, fuhr als Mann im Wagon mit.
Wieso genau er von vielen wildfremden Frauen als Haltestange benutzt wurde, sie ihn anflirteten und albern herumkicherten während sie mit ihm redeten, haben wir nicht ganz verstanden. Aber er erfreute sich jedenfalls großer Beliebtheit bei den weiblichen Fahrgästen.

Die Metro fährt übrigens im Schneckentempo, was uns 40 Minuten für 8 Stationen kostete. Zu Enge und Hitze kommt noch das ohrenbetäubend laute Hupen der Metro während der Fahrt hinzu. Einige Einheimische scheinen eine Art Überlebensstrategie für diese Fahrten entwickelt zu haben. Sie stehen mit geschlossenen Augen da und bewegen sich keinen Millimeter. (Oder sie beschäftigen sich mit dem Trainmarshal).😆

An der Zielstation angekommen stiegen wir aus und wurden direkt vom Chaos verschluckt. Wir liefen mit dem Ziel „China Town“ umher, nur waren wir wohl an der falschen Station ausgestiegen. Diese erfragten wir übrigens vor Abfahrt beim Bahnpersonal.
Die Filipinos sind sehr neugierig und hilfsbereit. Egal wo wir stehenblieben und etwas erfragten, bildete sich schnell eine Menschentraube um uns. Jeder wusste etwas (anderes), jeder wollte etwas sagen.

Wir sollten ein Trycicle nehmen und noch weiterfahren hieß es.
Einen Richtwert für den Preis nannte man uns ebenfalls.
Nachdem wir beim Herunterlaufen der Straße mehrere Angebote zu den Fahrten abgelehnt hatten, kamen wir zu einer großen Kreuzung, an der uns ein Polizist zurief: „To China Town?“
Unser Vorhaben hatte sich noch vor uns bis ans Ende der Straße durchgekämpft.
Mithilfe des Polizisten ergatterten wir ein Gefährt und wurden irgendwo rausgeworfen, wo bunte Lampions hingen, die nach China aussahen.

Sah zwar schön aus, war aber immer noch nicht China Town.
Da wir langsam einsehen mussten nicht mehr ans Ziel zu gelangen, kauften wir uns noch eine Tüte Mango mit Salz.
Ja, mit Salz. Isst man hier so 😋

Leider muss ich sagen, dass unsere Tage in Manila oft negativ behaftet waren. Nicht nur dass man trotz notierter, exakter Adresse nicht an sein Ziel kam, sondern auch weil ein Großteil der Männer sich sehr aufdringlich verhält. Egal wo man ging oder stand wurde man angesprochen, penetrant angeglozt oder angehupt. Das Ganze ging soweit, dass ein paar Männer ihre Shirts hochzogen, wenn sie uns sahen und auf ihren Körper zeigten, damit wir diesen anschauen.
Im Vorbeigehen begraptschte ein Mann meine Schulter und fuhr mit seinen Fingern meinen Arm hinunter.
Selbst die Männer der Polizei machten keinen Halt vor dummen Anmachen und am Bahnhof wurden wir einfach von einem Mann mit dem Handy fotografiert.

Ich würde jedem empfehlen Manila nur zur Durchreise zu benutzen, die Stadt hat nicht wirklich etwas zu bieten.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten