Cancun, Mexiko

Cancun, Mexiko

Wie bereits erwähnt, mussten wir mitten in der Nacht unsere mehrstündige Fahrt nach Orlando antreten, um unseren Flug nach Cancun zu erwischen. Da wir jung und dynamisch sind, macht es uns nichts aus, bis um 01:00 Uhr Koffer zu packen, sich dann noch für 1,5 Stunden hinzulegen, kein Auge zuzumachen, um dann um 03:00 Uhr loszufahren.
Dachten wir..😂
Die Autofahrt zog sich knapp 4 unendliche Stunden hin. Zwischendurch quälten wir uns einen Bissen Croissant hinunter.
Am Flughafen angekommen waren wir ziemlich fertig und es war wie immer arschkalt im Gebäude. Am Gepäckdurchleuchter kostete uns ein Koffer, der steckenblieb und alles blockierte Zeit.
Es ging soweit, dass die Beamten mit dem Gehstock einer Oma versuchten den Koffer vorzustoßen. Ende des Liedes war, dass einer der Mitarbeiter aufs Band kletterte und in den kleinen Tunnel kroch. Wäre evtl. lustig gewesen, wenn wir nicht so müde gewesen wären.
Wir fühlten uns beide richtig schlapp und als ich Kim im Licht anguckte, sah er schon richtig grün und gelb im Gesicht aus. 😂

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Das blühende Leben 😂

Nachdem wir gelandet sind, waren wir wieder etwas euphorisiert, endlich Mexiko. Ich habe ja eh darauf „gegeiert“ (Grüße an Ella) die USA endlich zu verlassen.
Bei der Einreise wurde es jedoch noch einmal spannend, weil wir kein Ausreiseticket hatten und einem das ja grundsätzlich empfohlen wird. Auch „Delta“, unsere Airline wollte wissen, wann wir Mexiko wieder verlassen. Wir haben einfach ein fiktives Datum auf gut Glück angegeben. Nachdem das alles geklappt hat, kam die nächste Hürde namens Zoll.

Die Mexikaner betreiben eine ziemlich faire Zollpolitik, wenn es darum geht, wessen Koffer durchwühlt wird. Das System ist einfach. Man kommt an einen Button, den man drücken muss. Leuchtet er grün heißt es „Willkommen in Mexiko“. Leuchtet er rot, geht es  ab zur Kontrolle.
Kim hatte das große Los gezogen! Juhu.
Während ich einfach durchgehen konnte, sah ich noch zu, wie sie Kims Koffer öffneten. Was sollte schon passieren?!
Sie entdeckten Kims DJ Mischpult und nahmen das als Anlass Heck Meck zu machen. Als ich merkte, dass es Probleme zu geben scheint, weil Kollegen rangeholt wurden, ging ich zu Kim zurück und wurde daraufhin komplett aus dem Bereich rausgeschickt und konnte nicht mehr sehen was abgeht. Das Letzte was ich mitbekommen habe war, dass Kim ins Office musste.
Ich sah unsere Reise bereits den Bach runtergehen. Das war nach 1,5 Tagen ohne Schlaf ein richtiger Spaß sage ich euch.
Nach ca. 15 Minuten kam Kim mit seinem Koffer um die Ecke. Man hatte ihm umgerechnet 40€ abgeknüpft. Die Zollbeamten nannten es „Steuer“ auf sein Pult. Ich nenne das willkürliche Abzocke. 😨

Wir organisierten uns ein Busticket in die Innenstadt. Das Klima war komplett anders als in den USA. Zwar genauso heiß aber Luft und Sonne fühlten sich ganz anders an. Zerstörender. 😂

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Wir, wie wir uns über die kleinen Dinge wie unsere Bustickets tierisch freuen.

„Der nächste Bus fährt in 10 Minuten“ hieß es. Ich warnte Kim direkt und meinte, dass es wahrscheinlich 10 mexikanische Minuten sind und sollte Recht behalten.
Wir warteten 25 Minuten, während wir uns die Zeit damit vertrieben eine kleine Flasche Wasser für 5 $ zu kaufen und in den falschen Bus einzusteigen, worauf wir aber noch rechtzeitig hingewiesen wurden.

2,5 Stunden später kamen wir in der Innenstadt von Cancun an und kämpften uns mit zwei Koffern über schlechte Straßen bei über 40 Grad zum Hotel. (Ich war zu stur und geizig um Taxigeld auszugeben)
Dass wir zu dem Zeitpunkt bereits auf dem Zahnfleisch krochen brauche ich glaube ich nicht extra sagen. 😂
Vielleicht lassen wir den Fakt, dass unser Hotelzimmer kein Fenster hatte auch gleich weg. Uns konnte  eh nichts mehr schocken. Wir versuchten noch etwas im kleinen Imbiss neben dem Hotel zu essen. Die Gliedmaßen kribbelten und uns war schwindelig ohne Ende. Als der Boden mir optisch mehrmals sehr nahe kam und ich im wachen Zustand Halluzinationen hatte, flüchteten wir mit dem eingepackten Essen schnell ins Bett und standen nicht mehr auf 😀

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