Da wir in unseren Flitterwochen schon mal auf Bali waren, stand diese Insel eigentlich gar nicht auf dem Programm.
Eigentlich wollten wir nach Yogjakarta, auf die Insel Java fliegen, aber es gab nur noch absolute Horrorverbindungen von Koh Samui aus dorthin, weshalb wir einfach gezwungen waren umzuschwenken.
Ja, so ist das mit dem flexibel Reisen. 😂
Da wir bereits seit einiger Zeit merkten, dass wir es ziemlich übertrieben hatten, mit Aktivitäten, Fahrten, Flügen, häufigen Ortswechseln und vor allem der Geschwindigkeit, in der wir das alles gemacht haben, sehnten wir uns nach Ruhe und Entspannung! 😬
Wir buchten unsere Unterkunft auf Bali für 6 Nächte, was für uns quasi eine halbe Ewigkeit bedeutet, da wir ja sonst maximal drei Nächte irgendwo bleiben. 🙈
Aber genau darin schien in letzter Zeit das Problem bestanden zu haben. LOL
Wir waren also tatsächlich etwas nervös, ob wir es so lange an einem Ort aushalten würden. 😂
Wir kamen an und fühlten uns direkt sehr wohl in unserer Unterkunft.
Es war eine kleine paradiesische Anlage, mit ein paar wenigen ebenerdigen Apartments, mit Küche! 😍
Wir hatten richtig Lust, nach einem Monat nur essen gehen, mal wieder selbst zu kochen.

Sobald die Sonne schien, sicherte ich mir das Daybed. Aus dieser Perspektive, schrieb ich dann z.B. den Blog, oder fotografierte dieses Bild. 💛
Fußläufig erreichten wir ein ganz wunderbares Café, in das wir jeden morgen zum Frühstücken gingen.
Da merkten wir auch als erstes, dass Indonesien wirklich sehr deutlich günstiger als Thailand ist.
Das hatten wir gar nicht mehr so auf dem Schirm.
Wir hatten nun eigentlich alle Voraussetzungen, für eine entspannte Zeit.
Große und schöne Unterkunft mit bequemen Bett, eine Küche und günstiges Essen.
Was da noch schief gehen sollte, fragt man sich?! 😅
Wir waren insgesamt schon gut drauf, aber relativ erschöpft von wenig Schlaf und anstrengenden Tagen in Thailand.
Ich freute mich darauf einfach mal auszuschlafen!
Daraus wurde nur leider nichts, denn direkt am ersten Morgen auf Bali, dröhnte der Lärm einer Baustelle um 7 Uhr durch unser Fenster.
Ich dachte wirklich ich drehe durch. 👿👿
Ich kontaktierte unsere Airbnb Frau, informierte sie darüber und wollte wissen, was los ist.
Sie entschuldigte sich und bat mich darum, den Lärm zu beschreiben, damit sie in der Umgebung nachforschen konnte, was los ist.
Es war ein Nachbar, der genau an dem Tag anfing, sein Haus von außen zu renovieren. Mit Flex, Fräse, Hammer und allem drum und dran. 😑😑
Unsere Vermieterin versuchte mit dem Typen zu verhandeln, ob er seine Arbeiten nicht um ein paar Tage verschieben könnte.
Dies lehnte er ab. Als sie ihn dann bat, wenigstens nicht um 7 Uhr, sondern erst um 10 Uhr zu starten, lehnte er auch das ab.
Als sie mir das geschrieben hat, musste ich ja schon fast wieder lachen, was für ein Arsch. 😂
Also keine Ruhe für uns auf Bali. ☹️
Wir sahen den Typen jeden Tag bei seinen Bauarbeiten, wenn wir mit dem Roller weg fuhren und ich ließ es mir nicht nehmen, ihm wenigstens böse Blicke im Vorbeifahren zu zu werfen.
Und der wusste ganz genau, wer ich bin, denn er giftete zurück mit seinen Blicken. 👿😑
Die Unterkunft hatte im Eingangsbereich ein Büro, in dem die Angestellten der kleinen Anlage zu finden waren.
Sie kümmerten sich jeden Tag um die Pflanzen und den Pool und waren natürlich auch für die Gäste ansprechbar.
Jedenfalls waren die super cute, denn als klar war, dass der Nachbar nicht verhandelt, klopfte es den Tag darauf bei uns.
„Good morning, housekeeping.“
Und dann überreichten sie uns mit den Worten: „Here, for your problems“ , einen Obstkorb und zwei Packungen Ohrenstöpsel. 😂💝😂💝
Wie süß kann man bitte sein?!

Neben dem Lärmproblem, gab es noch das Wetterproblem.
Ich muss zu unserer eigenen Schande gestehen, dass wir nicht wussten, bzw. nicht darüber nachgedacht haben, dass wenn auf der Nordhalbkugel Trockenzeit ist, auf der Südhalbkugel Regenzeit herrscht. 🫣
Und Indonesien liegt auf der Südhalbkugel..
Die asiatische Regenzeit verbinden wir ungefähr mit den Monaten Juni – November und deshalb haben wir einfach nicht damit gerechnet, auf Bali von Regen heimgesucht zu werden.
Es regnete und regnete und regnete.
Und zwar nicht dieser kurze, starke Tropenregen, sondern fast den ganzen Tag. ☔
Wir hatten einen Tag ohne Regen, den verbrachten wir an unserem Pool.
Einen anderen Tag nutzten wir ein regenfreien Slot, um einem Lost Place zu besuchen.
Es handelt sich um einen ehemaligen Freizeitpark, der aufgrund finanzieller Not schließen musste und seinem Schicksal überlassen wurde.
Der Eintritt kostet umgerechnet nur 1€ pro Person.


Das Gelände war wirklich riesig und man darf es frei und auf eigene Gefahr erkunden.
Egal ob Hineingehen, Hochgehen, Klettern, alles ist erlaubt.
Es gab sogar komplett dunkle Räume und da dort weit und breit niemand war, war es abschnittsweise auch echt etwas gruselig. 🫣
Die teils bizarren Ruinen mit unheimlichen Graffitis taten ihr übriges.


Ansonsten versuchten wir es uns trotzdem gut gehen zu lassen und kauften viele tropische Früchte und kochten mit viel leckerem, frischen Gemüse.
Ganz groß im Rennen waren Okraschoten. Liebe ich! 😍
Wir probierten u.a. die Schlangenfrucht, die irgendwie nach Käse schmeckte, dabei gleichzeitig aber auch fruchtig, ohne dass es eklig war.
Lecker war es aber auch nicht. 😂
Guaven haben wir auch oft geholt, die liegen in Deutschland ja auch nicht einfach in jedem im Supermarkt aus.


Im Einkaufskorb landeten außerdem noch Leckerlies, denn auf die Hinterseite unseres Apartments saß morgens eine Katze, die ich El Gordo taufte.
Es dauerte natürlich nicht lang, bis El Gordo nicht mehr der Einzige war.
Das Geräusch von Leckerlies, die auf den Boden fallen, hören viele Katzenohren und zum Schluss waren es vier oder fünf. 😂

Am Ende vergingen die Tage auf Bali doch schnell und wir fanden es gar nicht schlimm, „so lang“ an einem Ort gewesen zu sein. 🙈

















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