Wir sind wieder in einem neuen Bundesstaat angekommen. Nach Kalifornien und Arizona steht Nevada auf dem Plan. 😁
Länger als üblich, stehen mal drei Nächte auf dem Plan.
Außerdem steht noch etwas ganz anderes an. 🙈
Wie ihr alle wisst, haben Kim und ich letztes Jahr in Thailand beim Mönch geheiratet. Wie ebenfalls bekannt ist, ist das nichts, was man in Deutschland anerkennen lassen kann.
Mir persönlich, ist das auch nicht wichtig, aber Kim hat sich gewünscht, etwas in der Hand zu haben, das man in Deutschland anerkennen lassen könnte, wenn man es denn mal wollte bzw. gebrauchen könnte, wie er es sagt. 😂
In Las Vegas kann man ohne großen bürokratischen Aufwand einfach heiraten. Mann muss kein Staatsbürger der USA sein, man muss auch nicht hier leben oder herziehen.
Das einzige was man sein muss ist nüchtern. 😁


Der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Man füllt online einen Antrag mit seinen Daten aus und geht damit zum Marriage License Büro (das übrigens bis 24 Uhr offen hat 😂 ).
Dort gleichen sie die Daten mit denen auf deinem Pass ab, dann hebt man die rechte Hand und gibt zusammen mit seinem Partner im Chor eine Versicherung an Eides statt ab, die man dem Mitarbeiter Satz für Satz nachspricht.

Es folgen einige Unterschriften, Ausdrucke und der 102$ Bezahlvorgang und schon hat man seine Heiratslizenz in der Tasche.

Am nächsten Tag organisierte Kim alles, was noch aus stand.
Natürlich lassen sich eine Vielzahl an verschiedenen Varianten buchen.
Man kann mit Elvis heiraten, man kann ohne Elvis heiraten. Man kann nur kurz unterschreiben und wieder gehen. Man kann eine Kapelle mieten, einen Fotografen buchen oder, oder, oder…
Da wir kein großes Tamtam wollten, entschied Kim sich für das Paket „Neon smile and sign“. Dies beinhaltet eine kurze Trauung und ein Polaroidfoto für 130$.
In den Räumlichkeiten selbst war es streng verboten zu fotografieren oder gar zu filmen, schließlich wollen sie dir ja den Fotografen verkaufen. 🙄
Zwei Mädels, die etwas jünger als wir waren begrüßten uns und führten uns durch den Prozess. Wir mussten die Lizenz vorlegen und vor Ort auch noch mal ein paar kurze Papiere ausfüllen.
Funfact: Zielsicher schaute die eine Mitarbeiterin vom Papier hoch und sagte zu Kim: „So you are Shirin right?“.
Funfact Nummer zwei: Passiert uns nicht das erste Mal im Ausland. 😂
Alles erledigt, gingen wir mit den beiden Mädels in eine Art Kabine, die sich „Little neon chapell“ nennt und ganz süß gestaltet ist. Ein Graffiti ziert die Wand, eine alte Jukebox steht in der Ecke außerdem noch ein paar Pflanzen.
Kim und ich standen uns gegenüber und sollten unsere Hände nehmen. Links von uns stand die Mitarbeiterin, die uns getraut hat und rechts von uns unsere Trauzeugin, die andere Mitarbeiterin.
(Ein Trauzeuge ist verpflichtend.)
Dann folgten die ungefähren Szenen, wie man sie aus der Kirche kennt. Die obligatorischen Fragen an das Paar, ob sie den jeweils anderen zu Mann und Frau nehmen möchten plus der zusammen nachgesprochene Schwur sich auf ewig zu lieben, in guten, wie in schlechten Zeiten usw usw. Ihr kennt das. 😁
Das von der Trauzeugin geschossene Polaroid will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Wir bekamen eine vorläufige Urkunde. Die richtigen Dokumente kann man sich 10 Tage nach der Trauung auf einer staatlichen Seite herunterladen.
Ich möchte hier noch mal betonen, dass diese Aktion nicht unsere Hochzeit beim Mönch ersetzt und sie hat auch keinen höheren Stellenwert.
Es war quasi wirklich nur rein formal fürs Papier und eine Anerkennung in Deutschland ist nicht geplant. 👻
Direkt danach gingen wir etwas essen und abends stand die erste nächtliche Las Vegas Tour an. Am bekannten Las Vegas Strip, der knapp 7 km lang ist, reihen sich Luxushotels, Casinos und Restaurants nur so aneinander.
Der verblüffend echte Nachbau bestimmter Weltmetropolen ermöglicht es einem, in der einen Minute durch das alte Ägypten zu schlendern, um dann im nächsten Moment an New York vorbei zum Eiffelturm in Paris zu laufen.
Wer Lust hat, kann sich die Zeit darauf noch mit einer Gondelfahrt durch Venedig vertreiben. 😁





Las Vegas ist pompös und völlig überlaufen. Man drängte sich auf dem Bürgersteig wirklich in riesigen Menschenmassen und der ganze Strip war in eine Marihuanawolke gehüllt – Cannabis ist in einigen Bundesstaaten legal.
Im Kontrast zum prolligen Strip stehen die zahlreichen Obdachlosen, die ziellos durch Las Vegas wandeln. Zwar findet man sie nur außerhalb des Strips aber der direkte Kontrast lässt sich nicht abstreiten. 😅
Wir schauten uns die Wasserfontänen Show des Bellagio Hotels zwei Mal an, die war zusammen mit der Musik echt cool. Die Show findet alle 15-30 Minuten statt und sie unterscheiden sich sogar. 😁

In Las Vegas ist es erlaubt, ja sogar erwünscht, dass man in sämtliche Hotels einfach hereinspaziert. Natürlich steckt der Gedanke dahinter, dass man sein Geld da lassen soll, denn in jedem Hotel auf dem Strip befinden sich prunkvolle, öffentliche Casinos, die den Touristen gierig das Geld aus der Tasche, direkt in den Spielautomatenschlitz ziehen.
Tsching tsching tsching. 🤑 💸 🤑 💸
Wer zwischen den Zeilen ließt, versteht schnell, was ich davon halte. 😂
Aber natürlich gehört ein bisschen Zocken auch zu einem Las Vegas Besuch und Kim freute sich schon Wochen im Voraus darauf.

Da ich das ja alles nicht unterstütze, „zwang“ mich Kim an einigen Automaten auch mal zu drücken und das Paradoxe war, dass ich u.a. bis zu 30$ durch mein total desinteressiertes Gedrücke erspielte und Kim mit geringen Dollar- bis Pennybeträgen weniger Glück hatte. 😂
Wir schauten noch in ein paar andere Hotels herein, denn manchmal gibt es nicht nur die Casinos, sondern auch andere (kostenlose) Attraktionen, zum Anschauen.
Von sprudelnden Wasserfontänen über einen feuerspeienden Vulkan bis hin zu Märchenwäldern ist alles dabei.
Im Bellagio befindet sich noch ein wunderschöner Garten, der regelmäßig umgestaltet wird. Er zeigt bezaubernde Blumeninstallationen und ist zugegeben äußert kitschig, aber ich als großer Blumenfan fand es trotz des Kitsches mega schön. 💗



Die Rezeption war übrigens auch so toll gestaltet. Hab noch nie so eine schöne gesehen. Für Details muss man evtl. ranzoomen. 😁

Wovon ich übrigens noch sehr begeistert war, war der Kuchenautomat in unserer Hotellobby. Ja, richtig gelesen – ein Kuchenautomat. 😁

Man könnte versuchen sich davon abzuhalten, ein Stück zu kaufen, in dem man sich einredet, dass Kuchen aus dem Automaten bestimmt nicht lecker ist.
Freunde, der Kuchen war sowas von geil.
Für schlappe 9$ zogen wir uns ein Stück „black and white“ , Gabeln gab es direkt neben dem Automaten.
Süßigkeiten können sie, die Amerikaner!
Süße Grüße aus Las Vegas.



















Hinterlasse eine Antwort zu Vivi Antwort abbrechen